PostgreSQL goes KI: Unsere Eindrücke vom Swiss PGDay 2026
PostgreSQL goes KI: Unsere Eindrücke vom Swiss PGDay 2026
PostgreSQL entwickelt sich seit Jahren kontinuierlich weiter und gehört weiterhin zu den wichtigsten Open-Source-Datenbanksystemen im Enterprise-Umfeld. Der Swiss PGDay 2026 in Rapperswil hat eindrucksvoll gezeigt, dass sich die Community längst nicht mehr nur mit klassischen Datenbankthemen beschäftigt. Stattdessen standen Themen wie Kubernetes, künstliche Intelligenz, Sicherheit, Hochverfügbarkeit und Performance im Mittelpunkt.
Auch wir von der Edorex waren vor Ort und nutzten die Gelegenheit, uns mit der PostgreSQL-Community auszutauschen sowie aktuelle Entwicklungen und Best Practices aus erster Hand kennenzulernen.

PostgreSQL wird immer vielseitiger
Bereits die Eröffnung machte deutlich, wohin sich PostgreSQL entwickelt. Die Datenbank ist längst mehr als ein relationales Datenbanksystem. Zahlreiche Vorträge zeigten, wie sich PostgreSQL flexibel an moderne IT-Landschaften anpassen lässt. Von Cloud- und Kubernetes-Umgebungen über Geodaten bis hin zu KI-Anwendungen.
Besonders interessant war dabei die Vielfalt der Erweiterungsmöglichkeiten. PostgreSQL lässt sich heute durch Extensions gezielt an unterschiedlichste Anforderungen anpassen und bietet Unternehmen damit eine hohe Flexibilität, ohne auf anbietergebundene Lösungen angewiesen zu sein.
Performance bleibt ein zentrales Thema
Ein grosser Teil des Programms widmete sich der Optimierung von PostgreSQL-Systemen. Vorträge über nachhaltiges Performance-Profiling, Optimizer Hints, Locking-Mechanismen oder Speicherverwaltung unter Linux machten deutlich, dass leistungsfähige Datenbanken nicht allein von moderner Hardware profitieren.
Gerade in produktiven Umgebungen können bereits kleine Optimierungen die Stabilität und Performance spürbar verbessern.
Kubernetes und Cloud gewinnen weiter an Bedeutung
Auch der Betrieb von PostgreSQL in containerisierten Umgebungen war ein wiederkehrendes Thema. Diskutiert wurden sowohl die Chancen als auch die Herausforderungen beim Einsatz von PostgreSQL auf Kubernetes.
Ergänzt wurde dieser Schwerpunkt durch Vorträge zu Backup- und Recovery-Strategien mit WAL-G sowie Monitoring-Lösungen wie pgwatch. Moderne Datenbankplattformen müssen heute nicht nur performant sein, sondern auch automatisiert betrieben, überwacht und zuverlässig abgesichert werden können.
KI verändert auch die Datenbankwelt
Ein weiterer Schwerpunkt war der Einsatz künstlicher Intelligenz. Dabei ging es nicht nur um aktuelle Themen wie pgvector oder AI-gestützte Datenanalysen, sondern auch um den sicheren Einsatz von KI in Verbindung mit PostgreSQL.
Besonders deutlich wurde, dass Unternehmen neben den neuen Möglichkeiten auch Themen wie Datenqualität, Sicherheit und Governance berücksichtigen müssen. KI eröffnet viele Chancen, stellt Datenbankadministratoren aber gleichzeitig vor neue Herausforderungen.
Unser Fazit
Der Swiss PGDay 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie dynamisch sich PostgreSQL weiterentwickelt. Für uns war die Veranstaltung eine hervorragende Gelegenheit, neue Impulse mitzunehmen, Erfahrungen mit anderen aus der Community auszutauschen und aktuelle Entwicklungen kennenzulernen. Dieses Wissen fliesst unmittelbar in unsere Projekte ein, sei es bei der Planung neuer Datenbankplattformen, bei Migrationen von Oracle zu PostgreSQL oder beim Betrieb geschäftskritischer Systeme.
Wir freuen uns bereits auf den nächsten Swiss PGDay.