24. Jan 2020

Manuel Pfäffli

Project Manager

Ausgangslage

Edorex als Herstellerin von kundenspezifischen Softwarelösungen hat in vielen Projekten die Herausforderung, dass die Lösungen nicht nur in einer Sprache genutzt werden, sondern auch in weiteren (Landes-) Sprachen angeboten werden sollen. Diese Übersetzungen werden üblicherweise durch Mitarbeitende der Fachbereiche oder eines Übersetzungsteams des Kunden erstellt. Heute stellen wir diesen Mitarbeitern die Übersetzungsdateien meist als Text- oder Exceldateien zur Verfügung und der Austausch der Dateien erfolgt per E-Mail oder Confluence. Damit entsteht in den Projekten aber oftmals Reibungsverlust und unnötiger Aufwand bei der Integration der Übersetzungen, weil zum Beispiel nicht die neuste Version verwendet wird, die Übersetzungsdateien nicht vollständig sind oder die Dateien von Hand zusammengeführt werden müssen.

Durch den guten Kontakt zur Berner Fachhochschule BFH und den positiven Erfahrungen im Projekt Tapp sind wir schnell zur Entscheidung gelangt, diese Herausforderung als Idee für ein Studentenprojekt bei der BFH einzubringen. Grobe Anforderung an das Projekt war, dass eine Lösung gebaut wird, die es unseren Kunden erlaubt einfach und effizient ihre Softwarelösungen in die gewünschten Sprachen zu übersetzen und gleichzeitig den Koordinationsaufwand zu reduzieren.

«Projekt 2»

Joy Wirth, Ken Lestander und Martin Kieliger haben diese Herausforderung angenommen. Im Projekt 2 von Februar 2019 bis Juli 2019 haben sie unsere Prozesse kennengelernt und konzeptionelle Vorarbeiten ausgeführt. Gemeinsam haben wir Architekturentscheide getroffen, einen ersten Prototypen gebaut, das Screen-Design entworfen und das Backlog für die Bachelorthesis vorbereitet.

Bachelorthesis

Nach den letzten Prüfungen und den Semsterferien starteten die drei mit der Bachelorthesis und damit mit den Arbeiten an der «TranslationBox», wie wir dieses Produkt seither bezeichnen.

Die TranslationBox deckt folgende Anforderungen ab:

  • Die TranslationBox kann für alle Kunden und Projekte zentral als Web-App eingesetzt werden.
  • Sie bietet eine einfache Projekt- und Benutzerverwaltung.
  • Die Übersetzer haben einen Überblick, was noch übersetzt werden muss.
  • Die Übersetzer können Übersetzungen einfach erstellen und bearbeiten.
  • Neu zu übersetzende Texte, die während dem Entwicklungsprozess dazu kommen, werden automatisch im Tool zur Übersetzung zur Verfügung gestellt.
  • Die erstellten Übersetzungen lassen sich automatisiert in das Softwarepaket integrieren.
  • Und als Idee für die Zukunft: Die Lösung bietet Übersetzungsvorschläge an. Basierend auf bereits existierenden Übersetzungen oder durch Integration eines Übersetzungsservice.

Die Arbeiten im Projekt wurden agil ausgeführt. In zweiwöchigen Sprintmeetings haben wir jeweils mit einem Sprintreview den Fortschritt betrachtet und im Sprintplanning die weitere Planung abgestimmt. Einen Tag in der Woche haben die Studenten in den Büros von Edorex gearbeitet. So konnten offene Fragen oder Unklarheiten rasch geklärt werden. Die Anforderungen von Edorex wurden vertreten durch den Product Owner. Zudem hat Edorex die drei während dem gesamten Projektverlauf bei den Themen Architektur und User Experience unterstützt.

Mitte Januar 2020 haben Joy Wirth, Ken Lestander und Martin Kieliger die Thesis abgegeben und präsentierten das Ergebnis am Techday. Das Ergebnis erfüllt voll und ganz unsere Erwartungen und wir freuen uns, die TranslationBox in unseren Projekten einzusetzen.

Kurzfilm «TranslationBox»

Als zusätzliche Aufgabe wird im Rahmen der Bachelorthesis von der BFH von allen Studierenden gefordert, über ihr Projekt einen Film  zu produzieren. Auch diese Aufgabe hat das Team hervorragend umgesetzt. Im Film wird die Herausforderung von Edorex sehr gut aufgezeigt und die umgesetzte Lösung mit der TranslationBox visualisiert.

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